Der Hausfrauenkredit 06/2017

So bekommt Frau einen Hausfrauenkredit

Ein Hausfrauenkredit war früher einmal der einzige Kredit, den eine Hausfrau bekam. Diese verdiente nicht nur kein eigenes Geld, sondern hatte zudem auch keine Gewalt über das Einkommen der Familie, welches vom Mann verdient wurde.

Wollte sich eine Hausfrau eine größere Anschaffung machen, blieb ihr oft nur der Hausfrauenkredit.

Weil die Hausfrau über das Einkommen ihres Mannes finanziell abgesichert war, gewährten ihr die Banken diesen Kredit. Inzwischen hat sich aber einiges geändert.

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Wie teuer ist ein Hausfrauenkredit?
Welche Nachteile hat der Hausfrauenkredit?

Wer kann einen Hausfrauenkredit nutzen?

Ein sogenannter Hausfrauenkredit kann heutzutage von den Hausfrauen ebenso beantragt werden, wie auch von alleinstehenden Frauen oder arbeitslosen Männern. Für diesen Kredit verlangen die Banken oft höhere Zinsen, als für einen anderen Kredit. Mit diesen hohen Zinsen sichert sich die Bank für den Fall ab, dass das Darlehen nicht zurückgezahlt werden kann. Je höher die Bank dieses Risiko einschätzt, desto höher werden die Zinsen für diesen Kredit ausfallen.

Trotzdem vergibt keine Bank ein Darlehen ohne jede Sicherheit. Gibt es keinen Ehepartner, der in diesem Fall für den anderen bürgt, dann muss dieser Kredit in den meisten Fällen von einer weiteren Person als Bürge abgesichert werden. Das können neben dem Ehepartner auch die Eltern oder Geschwister sein, die in diesem Fall ihre Bonität prüfen lassen müssen.

Mit welchen Summen ist bei einem Hausfrauenkredit zu rechnen?

Mit dieser Darlehensform ist eher ein Kleinkredit gemeint. So können die Kredite, welche von den Elektro- und Möbelhäusern angeboten werden, als Kleinkredit oder auch Hausfrauenkredit bezeichnet werden. In der Regel umfasst ein solcher Kleinkredit eine Darlehenssumme bis zu 5.000 Euro. Aber es gibt auch Banken, die finanzieren einen Hausfrauenkredit bis zu 10.000 oder 15.000 Euro und in seltenen Fällen bis zu 50.000 Euro.

Es gibt keine feste Obergrenze für die Höhe dieses Darlehens. Wer einen Hausfrauenkredit erhalten möchte, wendet sich entweder an seine Hausbank, oder an eine Direktbank. Diese wickeln die gesamte Transaktion über das Internet ab, bieten dafür aber oft etwas günstigere Zinsen an, als die vor Ort ansässigen Kreditanstalten.

Wie teuer ist ein Hausfrauenkredit?

Je nach Anbieter und Bonität variieren die Zinsen für einen solchen Kredit gewaltig. Bei einer mittleren Bonität können diese zwischen knapp vier Prozent und fast 17 Prozent liegen, je nachdem, welche Bank den Kredit anbietet. Nicht immer ist der Hausfrauenkredit auch wirklich in der gewünschten Höhe zu bekommen – denn das hängt von den Sicherheiten ab.

Wer ein eigenes Einkommen nachweisen kann, wessen Ehepartner bereit ist, für den Kredit zu bürgen oder wer einen anderen Bürgen mit einer ausreichend guten Bonität findet, der hat dabei einfach bessere Karten. Wie bei jedem anderen Kredit auch ist bei dem Hausfrauenkredit darauf zu achten, dass die Ratenzahlung finanzierbar bleibt. Wer also Angst hat, dass das Geld nicht ausreicht, um den Kredit zurückzuzahlen, sollte lieber die Finger davon lassen.

Nachteile des Hausfrauenkredits

Grundsätzlich gilt, schon allein wegen der hohen Zinsen: Der Hausfrauenkredit sollte so schnell wie möglich getilgt werden. Das bedeutet, die Laufzeit des Darlehens so gering, wie nur möglich zu halten. Allerdings bedeutet eine kürzere Laufzeit nicht nur insgesamt geringere Kosten, sondern vor allen Dingen höhere Monatsraten. Hierbei ist genau zu überprüfen, ob die höheren Raten wirklich gestemmt werden können.

Grundsätzlich sind zwar auch länger Laufzeiten möglich, welche das monatliche Budget etwas entlasten können, doch dafür sind die Kosten insgesamt höher. In den meisten Fällen wird ein solcher Kredit von den Banken mit einer Laufzeit von zwölf Monaten vergeben, aber es werden auch – je nach Bank – 84 oder gar 120 Monate Laufzeit gewährt.

Ein bedeutender Nachteil des Hausfrauenkredits sind die hohen Zinsen, die gezahlt werden müssen. Weil die Banken auf die Schufa-Abfrage und auf die herkömmliche Bonitätsprüfung bei diesem Kredit verzichten, ist für sie das Ausfallrisiko höher. Aus diesem Grund verlangen die Banken für einen Hausfrauenkredit höhere Zinsen, als für einen anderen Kredit. Wer eine Alternative hat, sollte diese deswegen nutzen.

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